Gerhard Mantz
 
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  • Vita

Der deutsche Künstler Gerhard Mantz strebt nicht zwangsläufig an, einen geographischen Schauplatz darzustellen, sondern offenbart vielmehr eine Metapher für einen psychologischen Zustand. Auf den ersten Blick scheinen seine Darstellungen real zu sein, vereinzelt sogar fotografisch, mit lockenden naturalistischen Details. Die üppigen Szenen sind malerisch geformt, um Gefühle und Stimmungen hervorzurufen – dann werden beim Eintritt in die visuelle Umgebung sofortige emotionale Reaktionen ausgelöst. Bei näherer Betrachtung offenbaren seine scheinbar realistischen Bildelemente fremdartige virtuelle Gefilde, die mehr mit einer inneren „Realität“ als mit einer externen Welt zu tun haben.

Virtual Landscapes

Gerhard Mantz erschafft mit digitalen Mitteln ausschweifende landschaftliche Interpretationen. Er führt den Blick des Betrachters über glänzende Seen, sprießende Pflanzen oder hochrankende Baumkronen, um seine Vision sichtbar zu machen. Man entdeckt in seiner artifiziellen Natur Bekanntes und Neues zugleich – und denkt an die Worte Caspar David Friedrichs: „Nicht die treue Darstellung von Luft, Wasser, Felsen und Bäumen ist die Aufgabe des Bildners, sondern seine Seele, seine Empfindung soll sich darin widerspiegeln.”

Barranco

Mantz reist regelmäßig nach Teneriffa, um sich dort von den „Barrancos“ (zu Deutsch: Schluchten) inspirieren zu lassen. Was einst von fließenden Lavaströmen erschaffen wurde, zeigt in den Sommermonaten eine üppige Vegetation: Mantz findet in den wildbewachsenen Felsspalten eine eigene Art von Schönheit. „Sie winden sich, werden schmaler und weiter und lassen am Ende den Blick frei auf den Dunst über dem Meer“, sagt der Künstler. In seinen Arbeiten sind keine real existierenden Orte, sondern das kraftvolle Destillat eines inneren Bildes zu sehen.
Gerhard Mantz wurde 1950 in Neu-Ulm, Deutschland, geboren. Er lebt und arbeitet in Berlin. Seine Werke wurden ausgiebig seit den 1980er Jahren in Deutschland und in Europa gezeigt und genießen heute einen internationalen Ruf. Mantz' digitale Kunst wurde im Rahmen der Gruppenausstellung "Minus Space" im New Yorker PS1 Contemporary Art Center/MoMA gezeigt (19. Oktober 2008 - 26. Januar 2009).

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